Hobby Flugsimulation am PC
Der Microsoft Flight Simulator 2004 „Das Jahrhundert der Luftfahrt”.
Diese Version enthält 24 Flugzeuge und 2 Hubschrauber. Neu hinzugekommen sind historische Modelle wie Ford 5-AT und Douglas DC-3. Das Wetter kann online von realen Wetterstationen abgerufen und alle 15 min aufgefrischt werden. Ferner können die virtuellen Panels im 3D-Cockpit nun auch mit der Maus direkt bedient werden. Die Szenerie wurde nochmals verbessert und um eine Vielzahl von Effekten erweitert. Die Flugschule wurde außerdem extrem verbessert, so dass auch ein Anfänger oder ein Kind nach wenigen Stunden ein Flugzeug bedienen kann. Erstmals wurde auch eine interaktive Flugsicherung mit eingebaut. Damit können Luftraumfreigaben angefordert und quittiert werden, die Flugsicherung warnt vor anderen Flugzeugen und fordert Sichtmeldungen an. Zudem wird der Sprechfunk der Fluglotsen mit anderen Flugzeugen übertragen. Im Automode wechseln die Frequenzen automatisch; der Realität nachempfunden ist die manuelle Funkfrequenzsteuerung.
Der FS 2004 erschien nur in einer Version. Für Microsoft relativ ungewöhnlich, war für den FS 2004 ein Patch erhältlich, der einige Schwächen der Darstellung ausmerzte und insbesondere 160 Brücken nachlieferte. Insgesamt war diese Version aber weniger ein Meilenstein als eine Detailverbesserung des Vorgängers.
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Microsoft hat den Flight Simulator X vor allem in puncto Detailgenauigkeit vollständig überarbeitet, wobei sie sich in einigen Teilen der Erde gegenüber dem FS 2004 nicht sehr verbessert, teilweise sogar auch verschlechtert hat. Allerdings stellt der Flight Simulator X die Erde erstmals als eine komplette Kugel dar. In älteren Versionen wurde der ”Raum” um das Flugzeug auf einen bestimmten Bereich begrenzt und der Boden (MSL) dabei linearisiert. Im Flight Simulator X fliegt das Flugzeug nun in einem virtuellen Raum mit der kompletten Erdkugel. So ist es nun z. B. möglich, bei sehr guter Sicht und entsprechender Flughöhe von Süddeutschland aus über die Alpen hinweg die Ansätze des Mittelmeeres zu sehen. Der Flight Simulator X bietet somit einen neuen Grad an Realismus in der Landschaftsdarstellung, was nun erstmals in der Geschichte des Microsoft Flight Simulators das Fliegen nach Sichtflugbedingungen (VFR) erlaubt, bei dem man, ohne zusätzliche Add-ons installieren zu müssen, die Landschaft, die man überfliegt, tatsüchlich wiedererkennen kann. Des Weiteren sind unter anderem eine um ein Vielfaches dichtere automatisch generierte Vegetation und Gebäude (Autogen) sowie die Aufwertung der Weltdarstellung durch zusätzliche bewegliche Objekte wie auf Autobahnen fahrende Autos, Schiffe auf dem Meer und Tierherden am Boden hinzugekommen. Eine Erweiterung stellen im Speziellen auch erstmals verfügbare Missionen dar, welche sich von den bisherigen voreingestellten Flugmissionen deutlich abheben. Die Missionen sind in verschiedene Kategorien eingeteilt, so lässt sich zum Beispiel das Red Bull Air Race auf einer Strecke nach fliegen oder man bekommt die Aufgabe, Regierungsmitarbeiter zu Area 51 zu fliegen, wobei dem Piloten mysteriöse Flugobjekte entgegen fliegen und Funksprüche mitgehört werden können. Je nach dem, wie man die Mission absolviert hat, bekommt man spezielle Auszeichnungen, Medaillen oder Erinnerungsstücke. Erstmals werden auch die Gesamtflugstunden gezählt und dadurch zusätzliche Auszeichnungen verteilt. Wie üblich erfordert die neueste Version höchste Rechenleistung auf aktuellem Stand der Technik. Bei der angegebenen Mindestanforderung kann die Simulation nicht sinnvoll betrieben werden. Jedoch sind in den einschlägigen Foren bereits Tipps und Tweaks in Hülle und Fülle im Umlauf, mit denen der Betrieb des FSX auch auf Mittelklassesystemen noch vernünftig möglich ist. Den MS Flight Simulator X gibt es in drei Versionen, als Standard-, Deluxe- und Gold-Edition. Die Deluxe-Edition (in Italien, Deutschland, Österreich und der Schweiz Professional Edition genannt) enthält zusätzlich ein Software Development Kit (im Anleitungsheft sowie im Programm selbst fehlen jegliche Hinweise auf dieses SDK), drei Flugzeuge mit dem Garmin G1000 Flight Deck sowie die Möglichkeit, die Rolle eines Fluglotsen einzunehmen. Erstmals kann man (in beiden Versionen) ohne Add-ons Tankwagen, Finger und Gateways an das Flugzeug rollen lassen. Die Gold-Edition beinhaltet neben dem Flight Simulator X Deluxe noch das Acceleration Pack, welches eine Erweiterung für den Simulator ist. Diese Erweiterung enthält drei neue Flugzeuge, neue Missionen, einen neuen Multiplayer-Modus sowie erstmals DirectX-10-Unterstützung. Im Funkverkehr wird das Modul des FS2004 und FS2002 mit leichten Änderungen verwendet. Mit der Deluxe-Edition kann man zum ersten Mal in der Geschichte des Flight Simulators als Fluglotse den Luftverkehr im Multiplayer steuern. Zudem ist es möglich online zusammen mit einem anderen Spieler ein einziges Cockpit zu nutzen (ein Spieler ist Pilot, der andere Copilot). Auch kann man mit dem FSX bei virtuellen Airlines zusammen mit anderen FSX-Piloten Wettkämpfe, Patrouillen-Flüge etc. fliegen und den Multiplayer-Modus erweitern.


